Frau Pichler
27499 Insel Neuwerk
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Die Insel wird zum ersten Mal im Jahre 1286 als "O" (altdeutsche Bezeichnung für Insel), später als "Nyge O" schriftlich erwähnt. Nach dem Bau des Wehrturms, dem "Werk", setzt sich der Name "Nyge Werk" durch, woraus schließlich Neuwerk wurde.
Die Insel, heute Teil des Nationalparks Hamburgishes Wattenmeer, wurde in früheren Zeiten immer wieder zum Spielball der Kräfte bei Sturmfluten. Die 700-jährige Verbindung der Insel Neuwerk mit der Stadt Hamburg fußt in der besonderen Bedeutung Neuwerks als Vorposten des aufstrebenden Hamburger Hafens in der Elbmündung. Zur Kennzeichnung von Untiefen und zur Erleichterung der Navigation wurden neben dem Wehrturm schon frühzeitig Blüsenfeuer und Baken wie die Nord- und die Ostbake errichtet.
Das erfordert natürlich eine genaue Planung von An- und Abreise. Mit Auto, Bus oder Bahn nach Cuxhaven zu kommen, ist nur der erste Teil der Reise. Dann können Sie bei Ebbe per Wattwagen ab Cuxhaven-Sahlenburg oder zu Fuß mit einer dreistündigen Wattwanderung nach Neuwerk kommen, oder Sie steigen bei Flut am Fähranleger "Alte Liebe" in Cuxhaven in das Personenschiff MS Flipper, die Sie in den Monaten April bis Oktober meist nur einmal täglich zur Insel bringt.
Die Salzwiesen im östlichen Deichvorland bieten vielen Wattvögeln ausgezeichnete Brutmöglichkeiten. Im direkt angrenzenden Wattengebiet, dem "kleinen Vogelsand", kann man bei Ebbe viele Vogelscharen bei der Suche nach Muscheln, Krebsen und anderer Nahrung beobachten und bis ans Fahrwasser der Elbe gelangen.
Mit etwas Glück lässt sich dort auch der ein oder andere Bernstein finden. Das komplette östliche Inselgebiet ist Kernschutzzone 1 des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer.
Von 1310 bis 1568 ist auf Neuwerk durch die fehlende Eindeichung der Insel eine Besiedelung außerhalb der Turmwurt unmöglich. Erst nachdem die Eindeichung beendet ist, vergibt die Stadt Hamburg im Norden der Insel drei Erbpachthöfe (Westhof, Mittelhof, Osthof) und drei Jahre später auch an zwei Fischerfamilien im Süden der Insel ein Erbpachtrecht. Diese Struktur ist bis heute erhalten geblieben.
Der ehemalige Westhof ist heute das Anwesen der Familie Pichler, Haus Seeblick. Die älteste fotografische Ansicht des Westhofs stammt von ca. 1910. Wie zu erkennen ist, sind viele Teile des ursprünglichen Ensembles noch erhalten, nur durch An- und Umbauten wurde der Hof an die Belange des Fremdenverkehrs angepasst.
Dann sind Sie auf Neuwerk genau richtig. Ob Sie sich auf einsame Wattwanderungen oder kleinere Inselspaziergänge begeben, auf der Sonnenterrasse ein gutes Buch lesen, ob Sie baden, Bernsteine suchen oder auf der autofreien Inselstrasse unterhalb des Hauptdeichs mit Rollerblades oder Fahrrad entlangfahren, immer haben Sie eine Nase in der gesunden Nordseeluft.
Haus Seeblick ist ein familiengeführtes Gästehaus in bester Deichlage unweit des Fähranlegers. Übernachten können Sie in Einzel-, Doppelzimmern oder Appartements (33-50 qm für 2-5 Personen) von ein bis drei Zimmern, sowie im preiswerten und gemütlichen Strohlager. Neben den modern eingerichteten Zimmern mit Dusche/WC und Fernseher schätzen unsere Gäste unsere gutbürgerliche Küche im Restaurant - a la carte oder als Halb- bzw. Vollpension.
Auch der windgeschützte Cafegarten, in dem wir unsere selbstgebackenen Kuchenspezialitäten servieren, ist an schönen Tagen schnell gefüllt. Das früher Westhof genannte Anwesen blickt auf eine mehr als 430-jährige Geschichte zurück.
Preise:
Ü/F pro Person ab 37 EUR, Fewo pro Tag ab 57 EUR, Zelt/Strohlager pro Person und Tag ab 8 EUR