Herr Dr. Siegfried Lau Ahlsdorfer Weg 1, 06311Helbra, Sachsen-Anhalt Tel.: +49 - (0)34772 21599 Dr.Siegfried.Lau@interprojekt.de
Europeans For Peace
Medienatlas - Chronik der Generationen im Fokus der Medien: russische und deutsche Jugendliche analysieren Medien und interviewen Menschen verschiedener Generationen zu Freund- und Feindbildern
Deutsche und russische Jugendliche analysieren die medialen Konstruktionen von Freund- und Feindbildern in ihren Ländern in der Zeit von 1939 bis heute. Dabei beleuchten sie schlaglichtartig vier verschiedene Phasen deutsch-russischer Beziehungen: den deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941, die Gründung von BRD und DDR im Kontext des Kalten Krieges, Perestroika und Mauerfall sowie gegenwärtige Entwicklungen. Zu diesen Ereignissen analysieren die Jugendlichen die Berichterstattung in den Medien und befragen Zeitzeugen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden in einem Medienatlas dokumentiert, der u.a. Länderinformationen, Berichte, Tabellen, Fotos und Interviews zusammenfasst.
Projekt-Partner
Schule 1900 Moskau Ms Olga Nestina Dubravnaja ul. 41 125222 Moskau Russland
Haus der Kreativität AWTOGRAF Ms Antonina Kurgusova Ul. Wolodarskovo 12 157800 Nerechta Russland Telephone: +7 - 49 43 17 58 50 Email: dtuhaus@mail.ru
Kinder - Direkthilfe e.V. Helbra im Paritätischen Sachsen-Anhalt Mr Siegfried Dr. Lau Ahlsdorfer Weg 1 06311 Helbra Deutschland (Sachsen-Anhalt) Telephone: +49 - (0)34772 21599 Fax: +49 - (0)34772 21598 Email: Dr.Siegfried.Lau@interprojekt.de
Teilnahme
EUROPEANS FOR PEACE fördert Partnerschaften zwischen Schulen oder außerschulischen Einrichtungen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder Israel, die ein gemeinsames Projekt durchführen möchten.
Im Zentrum der Projekte stehen mehrtägige Begegnungen zwischen den Partnergruppen. Die Laufzeit der Projekte beträgt bis zu einem Jahr.
Teilnehmer der Projekte sind Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren. Eine Förderung von universitären Projekten ist bei EUROPEANS FOR PEACE leider nicht möglich.
Um ein Projekt bei EUROPEANS FOR PEACE einreichen zu können, muss mindestens einer der Projektpartner aus Deutschland kommen. Der zweite und ggf. weitere Partner kommen aus den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas oder Israel.
Partnerschaften zwischen Deutschland und folgenden Ländern sind möglich:
Albanien, Armenien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Großbritannien, Israel, Kasachstan, Kirgisistan, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Usbekistan. Darüber hinaus fördert EUROPEANS FOR PEACE auch Projekte mit weiteren Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.
Menschenrechte
Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart: die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte entstand als Antwort auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges.
Ihr Geltungsanspruch ist universell und für jeden Menschen gleich ? dennoch werden die Menschenrechte nicht überall gleichermaßen beachtet.
?Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren? lautet der erste Satz im Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948. Diese Erklärung war auch eine Antwort auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, der NS-Zwangsarbeit und des Holocaust. In 30 Artikeln wurden erstmals in der Geschichte der Menschheit Garantien zum Schutz der Person, Freiheitsrechte, Verfahrensrechte sowie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte festgeschrieben. Menschenrechte sind unteilbare und unveräußerliche Rechte, die jeder Menschen auf der Welt haben soll. Sie gelten ohne Unterschied wie ?Rasse?, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politische oder sonstige Anschauung, nationale oder soziale Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstiger Status und auch für Personen, die nicht die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, in dem sie leben.
Im Programm EUROPEANS FOR PEACE fördert die Stiftung ?Erinnerung, Verantwortung und Zukunft? internationale Projektpartnerschaften zwischen Schulen und Jugendgruppen aus Deutschland, Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder Israel, die sich grenzüberschreitend mit historischen oder aktuellen Menschenrechtsfragen beschäftigen. Historischer Bezugspunkt sollen dabei die Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegsgeschichte sein. In der Gegenwart geht es um aktuelle Verletzungen von Menschenrechten und darum, wie sich jeder einzelne für die Durchsetzung der Menschenrechte engagieren kann. Die Ausschreibung knüpft damit an Erfahrungen und Ergebnisse bisheriger Programmjahre an, in denen Jugendliche sich mit der europäischen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte auseinandergesetzt und Motive von Menschen im Ringen um Frieden, Demokratie und Menschenrechte untersucht haben.
Die Projekte sollen konkrete Menschenrechtsverletzungen erkunden und aufzeigen, welche Menschen und Organisationen sich dem entgegengestellt haben. Sie hinterfragen, warum die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte heute noch aktuell ist und warum die Menschenrechte noch nicht überall verwirklicht sind. Warum müssen sie institutionell geschützt und zivilgesellschaftlich verteidigt werden? Warum sind Armut, Umweltverschmutzung, Gewalt, Konflikte und Kriege mit Menschenrechtsverletzungen verbunden? Wie kann man sich erfolgreich für Menschenrechte einsetzen?
Die Projekte sollen dazu beitragen, dass Menschen weniger für Ideologien der Ungleichheit wie Antisemitismus und Rassismus anfällig werden, indem sie die Attraktivität der Freiheits- und Gleichheitsidee der Menschenrechte verdeutlichen. Sie sollen dazu befähigen, konkrete Menschenrechte einzufordern und Politik und Wirtschaft am Maßstab der Umsetzung dieser Forderungen zu messen. Sie können damit den Blick öffnen für die Möglichkeiten jedes einzelnen, die Menschenrechte zu stärken und zu verteidigen.
Pressemitteilung 09.12.2009
Auszeichnung internationaler Jugendprojekte für Völkerverständigung: Jugendliche aus Deutschland, Mittel-, Ost- und Südosteuropa und Israel präsentieren Projekte zum Thema `Herkunft und Vielfalt`
Berlin, 9. Dezember 2009. Während einer Festveranstaltung werden die sechs besten Projekte des Förderprogramms EUROPEANS FOR PEACE ausgezeichnet, darunter auch ein Projekt mit Berliner Jugendlichen: Deutsche, Rumänen und Roma führten in der rumänischen Stadt Hosman ein Theaterstück auf, das vom Zusammenleben in Europa handelt. Israelische, arabische und deutsche Jugendliche beschäftigten sich mit der Herkunft und dem Verlust der Heimat ihrer Familien aus Zeitzeugengesprächen und Recherchen entstanden ein Videofilm und eine Ausstellung, die auch in Berlin gezeigt wurden.
Zu den ausgezeichneten Teilnehmern gehören Jugendliche aus Deutschland, Polen, Tschechien, Kasachstan sowie Bosnien und Herzegowina. Alle Projektpartnerschaften haben in den Jahren 2008/09 zum Thema `Herkunft und Vielfalt` gearbeitet. `Die Preisträger von EUROPEANS FOR PEACE haben sich engagiert und kreativ mit Fragen der Migration und gesellschaftlichen Vielfalt in Europa befasst. Sie setzten sich mit Unrecht im 20. Jahrhundert auseinander, aber auch mit Bedingungen für die Erhaltung von Frieden, Demokratie und Menschenrechten. Die Jugendlichen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung in Europa und Israel.`, so Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ, in seiner Eröffnungsrede.
71 Jugendgruppen aus Deutschland und je einem oder sogar zwei Partnerländern erkundeten über Monate gemeinsam Lebensgeschichten von Menschen, die durch Flucht, Vertreibung und Exil geprägt waren. Zudem setzten sie sich mit Problemen und Erscheinungsformen von Migration und gesellschaftlicher Vielfalt auseinander. Gefördert werden im Programm EUROPEANS FOR PEACE auch Reisen der Jugendgruppen in die jeweils anderen Länder.
EUROPEANS FOR PEACE ist ein Programm der Stiftung `Erinnerung, Verantwortung und Zukunft` zur Förderung internationaler Jugendprojekte zwischen Deutschland, Mittel-, Ost und Südosteuropa und Israel. Es wurde im Jahr 2005 aus Anlass des 60. Jahrestages des Kriegsendes gegründet. Bislang förderte EUROPEANS FOR PEACE über 330 Projekte in 25 Ländern mit einem Fördervolumen von 4,25 Millionen Euro.
Südvietnam-Rundreise, 4.Tag: Saigon - Cu Chi - Tay Ninh - Saigon. Wir starten an diesem Tag zur Fahrt nach Cu Chi, wo noch Teile des einzigartigen, ursprünglich über 200 Kilometer langen Tunnelsystems besichtigt werden können. Die Tunnel von Cu Chi wurden während des Vietnamkrieges von den Vietkong in Handarbeit erbaut.
Die ersten Tunnels von Cu Chi entstanden 1948 im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich, um Waffen, Vorräte und Menschen zu schützen. Nachdem die Vietnamesen über die Franzosen gesiegt hatten, entsandten die USA Truppen nach Vietnam. In den Sechzigerjahren erweiterten vietnamesische Partisanen, die Vietcong, das Tunnelsystem in Ausdehnung und Tiefe massiv, bis es schließlich auf eine Gesamtlänge von 200 Kilometern auf drei Ebenen angewachsen war. [Quelle: mishalov.com]