... alle Kunst ist seelische Bewegung ... (Zitat: Henry von Heiseler)
2004 und 2005: Ausstellungen Zyklus #zeit ist# - #il tempo é# Malerei, Lyrik, Fotografie
ab 2006: - zahlreiche Lyrik- und Prosa-Veröffentlichungen in Anthologien und Kulturzeitschriften - Lesungen Lyrik und Prosa in Klagenfurt, Schwetzingen/DE und Wien
der wind treibt weisse segel durch das azur des östlichen triangolos segel am meer im golf von tri est segel und flügel von möwen gabbiano nimm mich mit
mosaik weiss in blau blau in weiss dreiecke unregelmässig ineinander verzahnt in den wind geschnitten blau in weiss weiss in blau
das gefühl von heimat vielleicht vor langer zeit hier als das heutige kleine heimat reich ein land war mit ufern und einem offenen meereshafen zum kommen und zum gehen zum ineinanderfliessen von geist und kultur vielleicht meine heimat damals als die weite der begrenztheit die stirn bot
das männliche tier meiner apokalypse steht auf holt mich noch einmal ein beamt mich an eine reling mitten im azur lässt mich segeln von wellenkamm zu wellenkamm von abenteuer zu abenteuer von unbesiegbarem traum zu unbesiegbarem traum
am ufer leuchtet das weisse schloss dehnt seine zinnen ins blau und flüstert schau ins meer miramare rilkes gesang führt mein auge ans andere ende der klippen schloss duino am steinernen thron erzählt mir geschichten
und oben im karst hoch über den weissen segeln steht irgendwo mein haus aus stein als verheissung für ein paar mosaikjahre des glücks wo das leben mich liebt steht mein haus aus stein und fragt mich wann kommst du
im herbst brennt der karst sagt man und manchmal bläst dir die bora den kopf frei mir scheint als trüge der herbst hier zudem die verruchte waghalsigkeit eines alten esels im herzen als bäumte er das land und das meer ein letztes mal dem licht entgegen vor der umhüllung des grauen schleiers als gäbe es für ihn nichts anderes als ein ungebremstes aneinanderprallen der komplementäre rotes karstlaub blaue tiefe und höhe zum glühen gebracht durch die unfarbe weiss
mosaik triangolotrunken segel am meer im golf von tri est barcolana dreiecke aneinandergeschnitten weiss in blau blau in weiss vom wind getrieben im wasserlicht mosaik triangolosteine des dreiarmigen ostens ausläufer gedrittelter ewigkeit
ich segle zurück vorerst noch ins kleine reich voller zäune und ohne weiten hafen doch bleibt mir das silberne glitzern im haar das mir den weg frei hält mein steinhaus wartet
fallender engel
( Lyrikpreis `Christine Busta-Lyrik-Wettbewerb` des Österreichischen Schriftstellerverbandes )
es schlägt die späte stunde des abends und ich fühle ich muss hinaus muss trinken muss lächeln muss liebes spiele machen in leuchttürmenen kneipen des neuen jahr tausends
muss bis zum umfallen bleiben muss stolpern zurück durch das tiefe dunkel des alten friedhofs durch zaghaft belichtete strassen die nacht hat keine schrecken ich fliege ihr ins gesicht
ich bin ein schwarzer asphalt engel geworden aus neugier auf die negrophile seite der münze aus lange weile am funktionieren aus überdruss am dünkel ich bin ein fallender engel der nächte weil ich der lüge schein nicht küsse
der tag lässt mir kein fliegen und kein fallen der tag schenkt mir die günste der fraglosen sphäre der tag kann meinen weg nicht füllen ich bin zu hause zwischen den gräbern ich bin zu hause in den bars ich bin zu hause auf den strassen folge ich der dunkelheit weil ich die liebe im licht nicht finde
ich bin ein fallender engel der nächte glücklich und traurig warte ich auf die wiederkehr meiner verblutenden seele mit meinem linken flügel streichle ich mein gesicht in den traum
zeit ist eine gleichung
zeit ist auch das wesen deines schattens die stunde die dein schatten zeigt die stunde schlägt auch dir
versuche nicht deinen schatten zu fangen du holst deinen schatten niemals ein und ohne schatten fängt dich die zeit ehe du anfängst um ihn zu trauern
du bist aus licht und schatten bist anfang wiederholung umkehrschluss kommst aus dem zentrum allen seins lasse den schatten an deiner seite dein leben messen
lebe mit einem guten schatten
Texte
Gedanken zu GLÜCK
1. Glück hängt zu einem großen Teil davon ab, inwieweit man seine Flüchtigkeit erkennt und annimmt.
2. Ohne den freien Raum des Kommens und des Gehens, ohne die Freiheit der individuellen Bewegung, verliert Glück seine spezifische Eigenschaft - wie jeder Körper und jeder Gedanke.
3. Glücklichsein ist ein Zustand. Es ist genauso ein Zustand wie z.B. der Zustand des Leides, des Schmerzes, der Wut. Der Zustand des Glücks tut Körper und Seele gut und will daher gehalten werden. Doch kein Zustand lässt sich in seinem Zenit festhalten, jeder Zustand ist dem Wandel seiner Bedeutung unterworfen.
4. Die Realität orientiert sich nicht an Zuständen der Seele. Die Realität ordnet sich immer wieder aufs Neue aus der Veränderbarkeit allen Seins, aller Zustände und aller Befindlichkeiten - aus dem stetigen Fließen von Zeit und Raum.
5. Die Fähigkeit zum lebenslangen Glücklichsein entspringt der Bereitschaft, erlebtes Glücksgefühl dem Fluss zu überlassen, um es zu anderer Zeit in veränderter Form erneut aufspüren und empfangen zu können.
6. Glück ist kein Nest, auf das man sich zurückziehen kann. Glück verlangt es, zu allen Zeiten aufs Neue angestrebt und aufgenommen zu werden.
7. Glücklichsein heißt, die Bedeutung des Schattens zu erkennen als Wegbereiter für die Strömung des Lichts.
Presse
Kärntnerin gewann dritten Preis bei Gedichtewettbewerb
Esther Hebein wurde beim größten deutschsprachigen Lyrikprojekt der `Bibliothek deutschsprachiger Gedichte` Dritte.
Esther Hebein, Dichterin und Malerin in Klagenfurt, hat den dritten Preis im großen Jubiläums-Gedichtwettbewerb 07 der #Bibliothek deutschsprachiger Gedichte# - dem größten deutschsprachigen Lyrikprojekt - gewonnen. Aus rund 10.000 eingesandten Beiträgen kürte das Lektorat Hebeins Gedicht #es ist das meer# auf den dritten Rang.
Publikation. Das Gedicht wird in der Anthologie #Ausgewählte Werke X# sowie auf einer Audio-CD publiziert. Erscheinungstermin ist voraussichtlich November diese Jahres. Hebein wurde im Jahre 2006 bereits mit dem Christine-Busta-Lyrikpreis des Österreichischen Schriftstellerverbandes ausgezeichnet.
Gemälde - Fotografien
Ausschnitt aus dem Ölgemälde: liebe oder die rote armee
nautipussi
nautipussi Bildausschnitt aus dem Ölgemälde #Stille Tage in Piran# - mit fotografisch hinzugefügtem Zackenrahmen.
rauschzeit
Zyklus #zeit ist# Bildausschnitt aus dem Ölgemälde #rauschzeit# - Unterzyklus 1 #zeit messen# -
Esther - in Zeitensprüngen
Esther - in Zeitensprüngen
das wort
Zyklus #zeit ist# zusammengefügte Seitenteile (Ausschnitt) des Ölgemälde-Triptychons #stationen# - - Unterzyklus 3 #stationen oder himmel und hölle# -
Thailand - JOMTIEN: Jomtien ist der berühmte internationale Spielplatz in der Sonne, der keinen Stillstand kennt (thailandtourismus.de), hierhin zieht es die meisten Pattaya-Urlauber.