Frau Simone Preiß
Adam-Klein-Str. 158
90431 Nürnberg
Tel.: 0911 3224550
info@iaw-nuernberg.de
Wege zur Arbeit: neue Konzepte für Bildung und Integration
Seit der Gründung 2000 hat das IAW neue Wege beschritten und mit innovativen Konzepten überdurchschnittliche Vermittlungsquoten erzielt. Im Wettbewerb mit anderen Trägern lag das IAW vorwiegend an der Spitze.
Stand 2009: Mit dem innovativen Ansatz `Empowerment` ist es 2008 im Projekt `Arbeit mit 50plus` von IAW und ARGE Fürth gelungen, fast der Hälfte der teilnehmenden Erwerbslosen über 50 Jahre - die als schwer vermittelbare Problemgruppe des Arbeitsmarktes gelten - wieder zu Lohn und Brot zu verhelfen.
Das seit Juli 2009 laufende Projekt des `Modularen Empowerment-Zentrums` für Arbeitslose aller Bereiche und Schichten konnte nach nur 12 Wochen Arbeit und der Wirtschaftskrise zum Trotz eine Vermittlungsquote von mehr als 30 Prozent vorweisen.
`Wir tun, was wir können`, unterstreicht IAW-Geschäftsführerin Simone Preiß, `um unsere arbeitslosen und oft schon verzweifelten Kunden einfühlsam zu behandeln und neu zu motivieren`.
Neben dem üblichen `Bemühen` um bessere Qualifikation, der Stellensuche und dem Bewerbertraining steht dabei besonders das Aktivieren der eigenen Fähigkeiten und des Selbstvertrauens im Vordergrund: `In kleinen und größeren Gruppen stützen und helfen sich die Teilnehmer gegenseitig und treiben sich selbst voran`, beschreibt Simone Preiß das Prinzip des IAW-`Empowerment`. Nach teils vielen Jahren der Arbeitslosigkeit, der Resignation und Passivität sei das am Anfang zwar nicht immer ganz leicht. Doch durch die Förderung der eigenen Fähigkeiten und Stärken, die Dynamik und gegenseitige Hilfe in der Gruppe sowie durch die Moderation und Anleitung durch erfahrene Mitarbeiter und Führungskrüfte werde das Ziel der `Selbstaktivierung` und der `Wille zur Arbeit` oft schon nach wenigen Wochen erreicht.
`Und dann arbeiten die Teilnehmer wie die Wilden an ihrer Integration in den Arbeitsmarkt`, stellen die IAW-Geschäftsführerin und ihre Mitarbeiter immer wieder mit Freude fest. Davon profitieren dann auch jene Arbeitgeber, die die schon lange Arbeit Suchenden einstellen. `So gute Leute bekommen wir selten`, höre man von Unternehmern des öfteren, denn die aus dem IAW vermittelten Arbeitskrafte verfügten nicht nur über sehr nützliche Lebens- und Berufserfahrungen, sondern seien vor allem besonders motiviert.
Wege zur Arbeit zu finden, ist lebenswichtiges Ziel vieler Bevölkerungsgruppen, z.B.
* Jugendliche mit und ohne Abschluss
* Alleinerziehende
* Migranten
* `Ü50`
* Sozialberufe
* Arbeit Suchende
* Familien
Erfolgskriterien sind meist die Vermittlungsquoten, jedoch auch die Quoten qualifizierender Abschlüsse, die mit Hilfe des IAW erreicht werden.
Unsere Methoden:
1) Empowerment Ansatz
Hilfe zur Selbsthilfe: in den Räumen des IAW bemühen sich die Arbeitsuchenden im Team um ihre Vermittlung und Verbesserung Ihrer Qualifikation. Zu dieser Arbeit gehört die Recherche offener Stellen, die Analyse und Darstellung der eigenen Stärken, die Erstellung von Bewerbungsunterlagen und die Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs. Der gesamte Bewerbungs- und Qualifizierungsprozess wird von IAW-Mitarbeitern begleitet. Z.B. werden Bewerbungsgespräche anschließend in der Gruppe mit Teammitgliedern und IAW-Mitarbeitern besprochen.
2) Seminare und Kurse zur Qualifizierung werden von IAW-Mitarbeitern und externen Dozenten durchgeführt, z.B. EDV-Kurse, Lager-/Logistik-Kurse, Gabelstapler-Kurse, Umschulungen im kaufmännischen Bereich - #Kauffrau-/mann für Brüokommunikation#, Teilqualifikationen im Verkauf.
In unseren Projekten lernen Arbeitssuchende, den Markt der offenen Stellen gezielt auszuwerten und die für sie genau passenden Stellenangebote zu identifizieren.
Die Recherche führen die Teilnehmer in eigener Regie durch. Die IAW-Arbeitsgruppen bilden dafür ideale Bedingungen: bereits während der Arbeitssuche agieren die Teilnehmer in einem anspruchvollen und zugleich motivierenden Arbeitsumfeld - und bereiten sich `mitten in der Praxis` auf den (neuen) Einstieg in das Arbeitsleben vor.
Für die Stellensuche nutzen IAW-Teilnehmer Medien - Presse, Internet - und vielfältige Kontakte des IAW mit Unternehmen in ganz Mittelfranken.
Bei der Akquise an den IAW-Standorten Nürnberg, Fürth und Rothenburg o.d.T. werden die Gruppen von externen und hauseigenen Coaches unterstützt. Ein Hauptthema ist der Bewerbungsprozess und die Vorbereitung der IAW-Teilnehmer auf Bewerbungsgespräche.
Die Arbeitssuchenden werden nicht nur in Bewerbungsstrategie unterrichtet, sondern laufend trainiert und gecoacht. Erfolgsentscheidend ist der Feedback nach Bewerbungsterminen und die Evaluation aktueller Bewerbungen in der Teilnehmergruppe.
Ein besondere Teilnehmergruppe bilden jugendliche Migranten. Sie verbessern vor dem Hauptschulabschluss zusätzlich beim IAW ihre Deutschkenntnisse und schließen die Sprachkurse vor den Hauptschulabschluss-Prüfungen ab.
Danach unterstützt das IAW die Jugendlichen bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle.
Es wurden Erfolgsquoten von 76% erreicht: Anteil der dauerhaft vermittelten Jugenlichen, ausgehend von allen (!) Einsteigern, inkl. denjenigen Jugendlichen, die zuvor noch Sprachkurse belegen mussten.
Die Erfolgsquote der Sprachkurse allein betrug bis zu 92%.
Beispiele:
Modulare Weiterbildung im kaufmännischen Bereich: div. EDV-Kurse, Buchhaltung, kaufmännischer Schriftverkehr und Kommunikation.
Lager-/Logistik- und Gabelstapler-Ausbildung: die theoretische Ausbildung findet im IAW statt, die praktische Unterweisung erfolgt auf zugelassenen Parcours von IAW-Partnern. Zusätzliche Erfahrungen können in Praktika gesammelt werden.
Im pflegerisch-sozialen Bereich handelt es sich meist um Auffrischungskurse für Berufsrückkehrer, z.B. in der Alten- und Krankenpflege, für Kindergärtnerinnen und Sozialarbeiterinnen.
An den IAW-Standorten Nürnberg und Fürth werden Migranten aus vielen Ländern unterrichtet, z.B. aus Russland, Litauen, der Ukraine, Kasachstan, der Türkei, Griechenland.
Voraussetzung für ihre Integration in den Arbeitsmarkt und soziale Strukturen ist Beherrschung der deutschen Sprache. Die Anforderungen werden durch den #Europäischen Referenzrahmen# geregelt. Die IAW-Absolventen werden zentral vom Bildungszentrum der Stadt Nürnberg geprüft.
Für die Deutschkurse ist das IAW als Bildungsträger vom Bundesamt für Migration zertifiziert und zugelassen.
Zum Gesamtergebnis der Jahre von 2008 bis 2010 trägt das Institut für Aus- und Weiterbildung (IAW) Nürnberg mit bis ca. 109 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt bei. Nicht gerechnet die nach Ablauf der passiven Betreuungsphase zurückgekehrten und ein zweites Mal in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelten Teilnehmer. In absoluten Zahlen haben mindestens 122 Frauen und Männer mit Hilfe des IAW wieder eine Arbeit aufnehmen können bzw. den Weg in die Selbständigkeit gefunden.
Noch bemerkenswerter ist dieser Top-Erfolg dadurch, dass sich die vom IAW betreuten Menschen mit der Qualität des Angebotes offenbar äußerst zufrieden waren: nahezu ausnahmslos haben Teilnehmer das IAW weiterempfohlen. Dass das IAW mit dem Konzept des `Empowerment` richtig liegt, zeigte sich außerdem in quasi täglichen Anrufen, Nachfragen und persönlichen Gesprächen mit Arbeitgebern (!), die das IAW als Quelle für neue Mitarbeiter - passgenau für ihre vermittelten Arbeitsplätze qualifiziert - empfehlen konnten.