Bayern: Oberpfalz

Oberpfalz und Oberpfälzer Seenland - von PresseNet / Ilona Elisabeth Schwartz

Das Oberpfälzer Seenland ist von zahlreichen Gewässern durchzogen. Die Gesamtfläche der Seen beträgt über 800 Hektar - eine herrliches Urlaubsgebiet mit besonderem Gewicht auf Wassersport und Naturerlebnis.

Das größte Gewässer der Region ist der Steinberger See, berühmt wegen seines herrlich klaren Wassers. An windstillen Tagen kann man bis zu 10 m tief sehen. Der See ist für den Tauchsport bestens geeignet und verfügt über vier Tauchplätze - von der für Tauchschulen geeigneten Stufe bis hin zu Plätzen für den erfahrenen Taucher. Wasserski und Wakeboard sind natürlich angesagt, außerdem gibt es eine Segelschule und einen Yachtclub.

Ein ganz besonderes Ereignis ist der “Steinberger See Marathon”. Von der Stadt Steinberg am See kann man die interessante Landschaft vom Rad aus - auf dem Pferderücken oder auch in der Kutsche - erkunden. Wanderwege führen rund um den See, darüber hinaus gibt es eine Nordic Walking Strecke. Im Braunkohle-Museum der Stadt ist viel über die Geschichte der Region zu erfahren, und natürlich sehr viel über den fossilen Brennstoff.

Ein ebenso schönes Freizeitgewässer ist der Murner See, ein guter Tipp für Taucher und Wassersportler, der über einen sehr schön angelegten Campingplatz verfügt. Direkt neben dem Murner See liegt der Brückelsee, der wie das Nachbargewässer sehr klares Wasser hat und nebem dem Tauchen auch für das Segeln sehr gut geeignet ist.

Ganz im Zeichen des Fisches steht der Ort Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf, am Zusammenfluss von Naab und Schwarzach. Die alte, schon im Jahre 1015 von Kaiser Heinrich II. erwähnte Gemeinde liegt am “Grünen See”, einem überaus fischreichen Gewässer, in dem es Schleien, Zander, Hechte, Aale, Barben und Karpfen gibt, und das somit ein wahres Anglerparadies ist.

Bei einer Wanderung oder Radtour auf dem 4 km langen “Fischlehrpfad” erfährt man allerlei rund um Fisch und Angelsport. Interessante Veranstaltungen im Ort Schwarzenfeld sind der “Schwarzenfelder Musiksommer” oder das berühmte “Oischnak-Festival”, ein Musikspektakel mit berühmten Musikgruppen.

Der staatlich anerkannte Erholungsort Bodenwöhr liegt am Hammersee, an dem drei gut ausgestattete Campingplätze zur Verfügung stehen, zum Teil mit eigenen Badestränden. Am Hammersee ist für alles gesorgt, was mit Wassersport zu tun hat: vom Surfen und Segeln bis zum Rudern und Tretbotfahren ist alles im Freizeitangebot. Darüber hinaus gibt es Sommer-Eisstockbahnen und Gelegenheiten zum Reiten, Tennisspielen und Angeln. Der See liegt im “Naturpark Vorderer Bayerischer Wald” und bietet daher wunderbare Wander- und Radfahrwege.

Am Fluss Regen in einer Talniederung liegt Nittenau. Sehenswürdigkeiten der geschichtsträchtigen Stadt und der Umgebung sind zum Beispiel das Kloster Walderbach am Regenufer. Heute befindet sich ein Kreismuseum in der ehemaligen Abtei. Aus dem Jahre 1340 stammt die Burgruine Stockenfels, eine ehemalige Raubritterburg. Eine Besichtigung wert ist auch die Ruine “Hof am Regen”.

Der Fluss Regen ist ein hervorragender Angelgrund und auch bestens für Wasserwanderungen geeignet. Wandertouren im schönen Regental sind ein besonderes Naturerlebnis. Campingplätze und eine Reiterpension sind vor Ort. Für Gänsehaut sorgt die “Geisterwanderung”, bei der auf den Schauplätzen dreier Burgen eine “gar schröckliche Moritat” inszeniert wird.

Tännesberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit ereignisreicher Geschichte. Erwähnung fand der Marktflecken schon im Jahre 1150. Die Pest hatte 1634 gewütet, zwei große Brände zerstörten den Ort fast, und im Jahre 1642 besetzten die Truppen des Herzogs von Amalfi den Ort. Zudem bedrohte eine Viehseuche 1796 den Markt Tännesberg und drohte das gesamte Vieh der Einwohner hinzuraffen. Um das Verhängnis abzuwenden, pilgerten die Menschen zur Kirche des heiligen St. Jodok. Als die Seuche langsam verschwand, gelobten die Bürger, jedes Jahr die Pilgerfahrt zur Kirche zu wiederholen und riefen so den “St. Jodok-Ritt” ins Leben. Heute ist diese “Pferdewallfahrt” ein mehrtägiges Heimatfest, mit einem Festgottesdienst und anschließender Pferdesegnung, mit Umzugswagen und “Rittern” in historischer Gewandung.

Der Markt Leuchtenberg liegt im “Naturpark nördlicher Oberpfälzer Wald”, überragt von der Burgruine Leuchtenberg, der größten Burgruine in dieser Region. Die Ruine ist auch die am besten erhaltenste Anlage. Erbaut um 1300 herum, wurde die Ritterfeste im Jahre 1842 durch einen großen Brand völlig zerstört, und in Teilen wieder aufgebaut. Die Festung wird heute als Freilichtbühne genutzt und ist Schauplatz der “Burgfestspiele Leuchtenberg”.

Eine Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Pfarrkirche St. Margaretha, die noch über Prozessionsstangen mit Zunftzeichen aus dem 18. Jahrhundert verfügt. Interessant ist auch die barocke Friedhofskapelle aus den Jahren 1740/41. Markt Leuchtenberg ist eine Etappe des “Burgenwegs”, der zum berühmten “Goldsteig” gehört.

Je nach gewählter Etappe kann man sich die schöne Landschaft auf Strecken von 10 bis 21 km Länge Wanderweg erschließen. Begeisterte Radler kommen auf dem “Leuchtenberger Radweg” auf ihre Kosten. Die in einer Acht angelegte Strecke ist stolze 343 km lang. Natürlich geht es auch im kleineren Format von ca. 34 km - so lang ist der “Luhe-Lerau-Radweg” - unterwegs erwarten den Radler besondere Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Friedrichsburg.

An der idyllischen Schwarzach liegt der Markt Schwarzhofen. Der Ort und das Kloster wurden schon im Jahre 1237 urkundlich erwähnt; tatsächlich weisen archäologische Funde schon auf eine frühsteinzeitliche Besiedelung hin. Schwarzhofen hat einen historischen Ortskern, und als besondere Sehenswürdigkeit kann die Pfarrkirche “Maria vom Siege” gelten, die über einen gotischen Chor und einen Altar mit wundervoll gearbeitetem Silberdekor verfügt.

Im Schwarzachtal gibt es ein großes Angebot an Rad- und Wanderwegen sowie geführten Wanderungen. Die Schwarzach ist wie geschaffen für den Angelsport, und Kanufahren auf dem romantischen Wasserweg ist ein herrliches Freizeitvergnügen. Für Interessierte gibt es ein Labyrinth vom klassischen Typ mit 7 Umgängen und einem Durchmesser von 25 m.

In einer abwechslungsreichen Landschaft im “Naturpark Oberpfälzer Wald” liegt Thanstein, dass seinen ursprünglichen Namen vom einst herrschenden Geschlecht “derer von Tannstein” hat. Die Burgruine Thanstein kündet heute noch von einstiger Größe, war sie doch der Sitz dreier Rittergeschlechter.

Rund um den idyllischen Ort gibt es zahlreiche Wanderwege, eines der Ziele ist die am Wald gelegene Wallfahrtskapelle Schönbuchen. Besonders interessant sind der “Mooslehrpfad” oder “Stonehenge”; das Steinmonument wurde im Rahmen einer Fernsehdokumentation “nachgebaut”.

Zahlreiche Nordic Walking Routen sorgen für Bewegung, und die vielen Weiher und Bäche sind ein guter Ort zum Angeln. Der Badespaß kommt natürlich nicht zu kurz in der Umgebung, und für Gelegenheiten, hoch zu Ross die Natur zu genießen, ist ebenfalls gesorgt.

Ebenfalls historisch und auf tatsächlichen Begebenheiten beruhend ist das Freilichtspiel vom “Hussenkrieg”, das eine Geschichte aus den Hussitenkriegen erzählt, die sich im Jahre 1433 begeben hat und alljährlich im Rahmen der “Festspiele Neunburg vorm Wald” aufgeführt werden. Die dramatische Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung, die am Glaubensbekenntnis zu scheitern droht, ist realistisch und mit Liebe zum historischen Detail inszeniert. Ein interessantes Highlight für Mittelalter-Fans. Für deren Gaudium sorgt auch der Mittelaltermarkt mit Musikanten, Gauklern, Schwertkämpfern und Händlern, ein “kurzweylig Spectaculum” der besonderen Art.

Das Neunburger Altstadtfest mit dem Bartholomäusmarkt bietet zünftige Unterhaltung. Eine Besonderheit ist der “Städtische Rutengänger Lehrpfad Neunburg vorm Wald”, der von Schnupperkursen bis hin zu Prüfungskursen alles Wissenswerte über das “Rutengehen” anbietet.

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