Das nördliche Oberbayern - Ilona Elisabeth Schwartz vom PresseNet-Team sieht sich nördlich von München um, also mal im weniger bekannten Teil des Freistaats. Der nördliche Teil von Bayerns Regierungsbezirks Oberbayern ist im Gegensatz zum südlichen - von Neuschwanstein bis zum Königssee - touristisch weniger erschlossen. Genau wie der westlich benachbarte Regierungsbezirk Bayerisch Schwaben, der im Süden mit dem Bodensee prunken kann. Beide werden im Norden von Franken begrenzt, Oberbayern im Norden und Osten auch von der Oberpfalz und im Osten von Niederbayern.
Herrliche Landschaften und historische Stätten, unzählige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet die Region. Wandern wird zu einem besonderen Naturerlebnis, denn unzählige attraktive Wander- und Nordic-Walking-Strecken stehen zur Auswahl. Die größten Städte München, Freising, Landshut und Ingolstadt bieten allein an Kulturgut soviel, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, dieses zu besuchen.
Geschichtsträchtig ist das Land allemal. Burgen und Schlösser, Abteien und Klöster sind interessante Ziele für interessierte “Augenurlauber” und Historienfans.
So zieht der berühmte Dom der Universitätsstadt Freising, St. Maria und St. Korbinian, seit jeher Besucher an. Im Dom zu Freising wurde der jetzige Papst Benedikt XVI. zum Priester geweiht. Eine erste Marienkirche stand an dem Platz schon im Jahre 714, die von Bonifatius als Bischofsitz eingerichtet wurde. Durch die Jahrhunderte wurde das Bauwerk immer wieder verändert und umgebaut, die letzte Gesamtrenovierung fand 2006 statt.Berühmt ist die Innenausstattung des Doms, etwa das gotische Chorgestühl von 1488, dessen Bischofsreihe aus dem Jahr 724 stammt. Der Hochaltar, datiert von 1625, ist ein Werk von Philipp Dirr. Die Krypta des Domes ist besonders bemerkenswert, als Mittelsäule dient eine sogenannte “Bestiensäule”, die einzige in Deutschland. In der Krypta sind die Reliquien des hl. Nonnosus beigesetzt, ebenso liegt hier der hl. Lantpert. Außerdem wird hier der goldene Korbiniansschrein aufbewahrt.
Die altehrwürdige Stadt Freising besitzt nach der bayerischen Denkmalliste mehr als 250 geschützte Bauwerke. Der Mohrenbrunnen im Barockstil von Franz Ableithner, um 1700 geschaffen, ist ein Beispiel unter vielen.
Als älteste Stadt des Kreises gilt Moosburg an der Isar, das anno 1331 die Stadtrechte erhielt, und dessen Stadtbild durch viele Bäche und Kanäle einen besonders pittoresken Eindruck entstehen lässt. Berühmt ist das Kastulusmünster, das einige sehr schöne Arbeiten von Hans Leinberger enthält. Unter dem Namen “Mosabyrga” wurde die damalige Klostersiedlung im Jahre 770 erstmals urkundlich erwähnt. Zwei Benediktinermönche brachten die Reliquien des hl. Kastulus nach Moosburg, etwa um 800.
Eine historische Superlative der anderen Art ist der Markt Nandlstadt, der als ältestes Hopfenanbaugebiet der Welt gilt, im Hallertauer Hopfenland liegt und zum jährlichen “Hopfenfest” lädt. Nachweislich wird hier seit dem Jahr 860 Hopfen angebaut.
Die Hallertau ist ihrer beeindruckend schönen Landschaft wegen ein beliebtes Urlaubsziel. Trotz der vielfältigen Freizeitangebote ist der Reiz der Ruhe und Beschaulichkeit hier erhalten geblieben. Im Heimatland des “grünen Goldes” gibt es natürlich viele Biergärten, in die man Einkehr halten kann.
Auch führen mehrere Pilgerwege durch das Hopfenland, wie der nach St. Kastulus, oder der zum Gnadenort von Sankt Salvator nach Bettbrunn, wie auch die Hallertauer Fußwallfahrt über eine Strecke von 108 km zu “Unserer lieben Frau von Altötting”.
Eine Sehenswürdigkeit ist das “Enghausener Kreuz”, das älteste lebensgroße Kruzifix und somit die älteste monumentale Christusdarstellung überhaupt. Es stammt aus der Zeit um das Jahr 900 und befindet sich in der Filialkirche “Auffindung des Kreuzes” in Enghausen im Landkreis Freising.
Im Freizeitangebot der Region gibt es geführte Thementouren, wie die Seen-Kelten-Tour “Pack die Badehose ein” - viele Besiedelungen des Gebietes gehen urprünglich auf die Kelten zurück - oder die “Hopfen-Spargel”-Tour. Das legendäre “Hopfakranzl-Fest”, eine Regionalmesse mit Hallertauer Produkten, findet 2009 in Rudelszhausen statt. Hier werden Produkte und Informationen rund um den Hopfen geboten, und für eine Gaudi ist immer gesorgt, mit Musik und Unterhaltung.
In Oberbayern wird Familienfreundlichkeit, Brauchtum und Tradition großgeschrieben, ob im Erholungsort oder bei den “Ferien auf dem Bauernhof”. Gemütliches Beisammensein gehört dazu.

Bayerisch Gmain
Der kleine Bach Weißbach trennt die Gemeinde Bayerisch Gmain vom österreichischen Großgmain. Der Ort liegt eingebettet zwischen den Bergmassiven Untersberg und Lattengebirge.

Nationalpark Berchtesgaden
Der Nationalpark Berchtesgaden liegt überwiegend im Gebiet der Gemeinden Ramsau und Schönau. Er wird im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg begrenzt.
An den Park, der sich auf einer Höhe von 603,3 (Königssee) bis 2713 m ü. NN (Watzmann) befindet, schließt sich im Norden das rund 259 qkm große Nationalparkvorfeld (Alpenpark Berchtesgaden) an, das neben den Gemeinden Ramsau und Schönau auch Berchtesgaden, Bischofswiesen und Marktschellenberg umfasst.