Franken ist eine Region im Süden Deutschlands, die sich hauptsächlich über den Norden Bayerns, das nordöstliche Baden-Württemberg und Südthüringen erstreckt. Politisch ist die Region heute durch die drei Regierungsbezirke Mittelfranken, Oberfranken und Unterfranken in Bayern, sowie die Region Heilbronn-Franken in Baden-Württemberg repräsentiert. [Wikipedia]
“Zauberhaftes” Franken - von PresseNet / Ilona Elisabeth Schwartz
Das Frankenland sei ein “Zauberschrank mit immer neuen Schubfächern”, sagte der Reiseschriftsteller Karl Immermann. Und damit hatte er wohl recht, denn die Vielfalt der herrlichen Landschaft und die historischen Besonderheiten ziehen viele Urlauber an.
So ist Oberfranken auch als “Bierland” bekannt. Das ist kein Wunder, denn mit etwa 200 Brauereien hält die Region die Spitze in ganz Europa.
Einige davon gibt es in Bad Staffelstein, das im Landkreis Lichtenfels liegt und interessante Sehenswürdigkeiten aufzuweisen hat. Bei der Stadt liegt die berühmte “Basilika Vierzehnheiligen”, eine Wallfahrtskirche, die in den Jahren 1743 bis 1772 von Balthasar Neumann erbaut wurde und den “vierzehn Nothelfern” geweiht ist. Die Wallfahrt geht auf das mehrmalige Erscheinen des Jesuskindes anno 1445 zurück.
Um das Jahr 1070 wurde das Kloster Banz gegründet, mußte allerdings nach dem dreißigjährigen Krieg neu aufgebaut werden. Die ehemalige Benediktiner-Abtei verfügt über eine imposante Kirche im Stil des süddeutsch böhmischen Barock. Heute gehört das Kloster einer Stiftung und wird als Tagungsstätte genutzt.
Auf den Klosterwiesen findet seit 1987 das Musikfestival “Songs an einem Sommerabend” statt, zu dem an jedem Veranstaltungsabend ca. 5.000 Besucher kommen. Das Event ist ganz im Zeichen der Liedermacher und Namen wie Reinhard Mey, Hannes Wader, Haindling oder Klaus Hoffmann sind nebst vielen anderen hier Programm.
Interessant ist auch Staffelsteins Bahnhofsgebäude aus Sandsteinquadern, das 1845 nach den Plänen von Friedrich Bürklein geschaffen wurde und unter Denkmalschutz steht.
In Oberfranken, im Tal der wilden Rodach, liegt auch die alte Flößerstadt Wallenfels, die schon anno 1126 urkundlich erwähnt wurde. Der anerkannte Erholungsort im Naturpark Frankenwald hat eine lange Tradition im Flößen, also dem Transportieren von Holzstämmen auf dem Wasserweg. Heute ist die Touristenflößerei ein Wasserspaß für Urlauber.
Ein besonderes Schauspiel bietet die Veranstaltung “Rodach in Flammen”, eine Fackelfloßfahrt. Die wunderbar waldreiche Mittelgebirgslandschaft um Wallenfels ist ein wahres Paradies für Wanderer. Markierte Wanderwege von insgesamt etwa 300 km laden zum intensiven Entdecken und Erleben ein.
In Mittelfranken liegt das “Fränkische Seenland“, ein künstlich angelegtes Seengebiet, das sich rasch zu einem Anziehungspunkt für Touristen entwickelt hat. Wassersport in allen Variationen, Strände und Liegewiesen gibt es in Fülle. Allerorts gibt es Gelegenheiten zum Campen, und natürlich sind Rad- und Wandertouren rund um die Seen ein schönes Freizeitvergnügen. Wer es gern sportlich mag, findet Nordic Walking Strecken in allen Schwierigkeitsgraden und Längen.
Zwischen Rothsee und Brombachsee liegt die Stadt Heideck, eine Etappe der 180 km langen Radstrecke der “Challenge Roth”, eines Langdistanz-Triathlons. Sehenswert sind das Rathaus, ein Sandsteinbau mit Stufengiebel, der von 1479 bis 1481 erbaut wurde, oder die Frauenkirche, die aus dem Jahr 1419 stammt.
Mitten im wildromantischen Spessart in Unterfranken liegt die Gemeinde Mespelbrunn. Hier wurden einige Szenen des Films “Das Wirtshaus im Spessart” gedreht, und zwar am “Wasserschloss Mespelbrunn”. Eigentlich eher als Feste errichtet, mit Mauern, Türmen und Graben, hat sich das Bauwerk im Laufe der Zeit zu einem Renaissance-Schloss gewandelt. Das Bauwerk befindet sich in Privatbesitz, ist für Besichtigungen zugänglich und verfügt über einen “Trauraum” für märchenhafte Zeremonien. Hochinteressant ist auch die dreischiffige Wallfahrtskirche mit Gnaden- und Wallfahrtskapelle.
Berühmt für ihre historische Altstadt ist die Stadt Ebern, die zwischen den südlichen Ausläufern der Haßberge und den Zeilbergen liegt. Um den Marktplatz der Stadt reihen sich geschichtsträchtige Bauten wie die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Laurentius mit Epitaphen und sehr schöner Renaissancekanzel, oder der “Grauturm” mit seinem Glockenspiel “Engel und Tod”.
Das Rathaus ist ein sehr eindrucksvoller historischer Fachwerkbau. Das mittelalterliche Gepräge hat der Altstadt den Beinamen “Klein Nürnberg” eingebracht. Nebst der Marienkapelle mit der wunderschönen Rokokoausstattung ist auch der alte Karner, das Beinhaus am Friedhof, bemerkenswert.
Eine interessante Landschaft in Unterfranken ist der “Besengau”. Der Name stammt vom “Besenbinden”, eines Handwerks, das früher in der Region ausgeübt wurde.
Die größte und scherzhaft “Besengaumetropole” genannte Gemeinde ist der Ort Bastheim im Landkreis Rhön-Grabfeld. Der ruhige Ort und die schöne unterfränkische Landschaft sind ein schönes Ziel für wirklich entspannten Urlaub in der Natur. Gute Voraussetzungen finden Wanderreiter oder Urlauber, die mit ihrem Pferd Ferien machen wollen. Ein Ausflugsziel ist der nahegelegene Frickenhausenser See oder das ehemalige Kloster Wechterswinkel.
Mitten im fränkischen Seenland liegt die Stadt Gunzenhausen, ein staatlich anerkannter Erholungsort am Altmühlsee.
Das Gebiet war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, was zahlreiche Funde belegen. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand im Jahre 823 durch Ludwig den Frommen statt.
Die geschichtsträchtige Stadt verfügt über sehr interessante historische Bauwerke, wie zum Beispiel die spätgotische Stadtkirche St. Marien (1448 - 1496). Berühmt sind die schönen mittelalterlichen Fresken und das Christophorus-Wandgemälde.
In der Kirche befindet sich das Grabmal des Ritters Paul von Absberg († 1503), das als Besonderheit einen dem Ritter zu Füßen liegenden Hund zeigt. Wohl wurde hier ein treuer Gefährte gewürdigt, der heute als “Kiri, der Kirchenhund” berühmt ist und dessen Bild auf den Touristikbroschüren wirbt. Im 18. Jahrhundert wurde der Innausstattung eine Kanzel hinzugefügt, die der markgräfliche Hofbildhauer Giuseppe Volpini schuf.
Aus dem Jahre 1352 stammt die Heilig-Geist-Kirche, eine Stiftung des Ritters Burkhard von Seckendorf. Sehr schöne Barockbauten geben dem historischen Marktplatz ein romantisches und malerisches Gepräge. Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch drei Türme erhalten geblieben, ebenso ein Stück des Wehrgangs. Das “Jagdschloss des wilden Markgrafen” (1749) befindet sich oberhalb des Stadtkerns und ist ein Ort für kulturelle Veranstaltungen.
Ein restaurierter Abschnitt des “Limes”, des riesigen römischen Grenzwalles (Weltkulturerbe der UNESCO), befindet sich in der Umgebung der Gemeinde. Hier gibt es von “Cicerones” geführte Besichtigungen, die den interessierten Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen. In der römischen Waffenkammer an der Teufelsmauer ist in ganzjährigen Programmen das Armbrustschießen angesagt. Weitere Führungen zu historischen Bauten in der Gemeinde und der Umgebung werden in Hülle und Fülle angeboten.
Aber Gunzenhausen bietet nicht nur historische Pfade … die wunderbare fränkische Landschaft ist wie geschaffen zum Wandern und für den Sport.
Am Altmühlsee, der zum Teil in einem Naturschutzgebiet liegt, ist Wassersport in vielen Variationen angesagt. Der See ist ein guter Tipp für Segler. Drei Seezentren mit Segelschule, Surfzentrum- und Schule bieten hervorragenden Service. Badestrände und Campingplätze sowie zwei Erholungsanlagen runden das Angebot für Urlauber ab. Die idyllische Wander- und Radstrecke rund um das Gewässer ist über 12 km lang.
Die drei Seezentren am Altmühlsee (Muhr am See, Schlungenhof und Wald) werden durch eine eigene Schiffahrtslinie mit der “MS Altmühlsee” verbunden. Ein guter Tipp ist auch eine Ausflugsfahrt zur Vogelinsel.
Für Radwanderer stehen rund 320 km markierte Radwanderwege zur Verfügung. Herrliche Touren in verschiedenen Längen sind ein Ausflugsziel für die ganze Familie.
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Die Stadt Rothenburg ob der Tauber liegt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und ist besonders berühmt für die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt.
Die Bauten und die verwinkelten Gässchen entführen den Betrachter in eine andere Zeit und wurden ihrer Authentizität wegen schon viele Male als Filmkulisse benutzt. Die historische Stadtmauer kann bei einem Rundgang besichtigt werden und vermittelt einen hervorragenden Eindruck von städtischen Wehranlagen des Mittelalters.
Die Pfarrkirche St. Jakob, die zwischen den Jahren 1311 und 1484 erbaut wurde, ist ein besonderer Anziehungspunkt. Tilman Riemenschneider (1460 - 1531) schuf das “Heiligblut-Retabel”, das eine solche Reliquie birgt, die aus einem verschütteten Tropfen des Abendmahls Christi bestehen soll. Der Hauptaltar der Kirche ist der “Zwölf-Boten-Altar” mit wundervollen Bildern von Friedrich Herlin (1430 - 1500) sowie plastischen Bildern aus der “Ulmer Schule”. Mit 5500 Pfeifen gehört die Orgel zu den größten von Bayern.
In Stadt und Umgebung gibt es unzählige interessante Ziele, so wie die Wolfgangskirche am Klingentor, die Spitalbastei, die Blasiuskapelle, die Doppelbrücke über die Tauber, oder das Wildbad Rothenburg.
Historie ist auch präsent in den zahlreichen Museen der Stadt. Das “Mittelalterliche Kriminalmuseum” ist sehr sehenswert, ebenso wie das Puppen- und Spielzeugmuseum oder das Weihnachtsmuseum. In Rothenburg findet auch seit mehreren Jahren das berühmte “Taubertal-Festival” statt, ein dreitägiges Open-Air Event in Sachen Rockmusik - 2009 Anfang August.
Die Umgebung Rothenburgs hat ebensoviel zu bieten wie die Stadt selbst. Die wunderschöne Landschaft lädt zum Wandern oder zum Radeln ein, es gibt eine große Anzahl Radwege wie zum Beispiel der “Kneipp-Radweg”, der Aischtalweg oder der “Radweg Romantische Straße”. Und wer gerne zu Fuß unterwegs ist, für den sind die “Rothenburger Wanderwochen” ein besonders guter Tipp.