Der Bayerische Wald (auch Bayrischer Wald oder Bayerwald) ist ein Mittelgebirge in Ostbayern, an der Grenze zu Tschechien.
Die höchsten Berge des Bayerischen Waldes sind der Große Arber mit 1.456 m und der Große Rachel (1.453 m). Im Ostteil des Gebirges entstand 1970 Deutschlands erster Nationalpark, der Nationalpark Bayerischer Wald. Er wurde 1997 erweitert und bildet zusammen mit Tschechiens Nationalpark Šumava eines der größten Schutzgebiete Europas. [Wikipedia]
Urlaub im Bayerischen Wald - die Auswahl von PresseNet / Ilona Elisabeth Schwartz
Urlaub im Bayerischen Wald, das ist ein stehender Begriff, der so gut wie alles beinhaltet, was zu wirklich gelungenen Ferien gehört.
Wälder und Berge, Seen und Flüsse fügen sich zu einer herrlichen Landschaft zusammen, die wie geschaffen zu allen möglichen Freizeitaktivitäten ist. Von Wandern und Klettern bis zu den neuen und angesagten Sportarten wie Nordic Walking und Mountainbiken ist in der überwältigend schönen Natur des Bayerischen Waldes alles Programm.
Eigentlich handelt es sich bei der Region um ein Mittelgebirge, mit Bergen wie dem Großen Arber, der mit 1.456 m der höchste Gipfel ist und sich über dem Großen Arbersee erhebt. Das 7,7 ha große Gewässer grenzt im Westen an die 400 m hohe Arberseewand und bildet mit ihr ein Naturschutzgebiet, das ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten ist, und sogar eine Fischotter-Population aufweist. Jährlich kommen etwa eine halbe Million Besucher hierher.
Das Arberseehaus bietet gepflegte Gastlichkeit. Direkt am See gibt es einen Märchenpark, der vor der Kulisse der wundervollen Landschaft in eine besondere Welt entführt.
Einen Blick auf vergangene Zeiten gewährt das Freilichtmuseum Finsterau in der Gemeinde Mauth. Dort gibt es Bauernhäuser und Höfe, eine Schmiede und sogar ein Wirtshaus zu sehen. Das Museum gibt einen interessanten Einblick in das harte Leben der Bauern zu verschiedenen Epochen. Das älteste Haus des Museumsdorfes stammt aus dem Jahre 1704.
Die Gemeinde Mauth im Nationalpark Bayerischer Wald ist eine ganz besondere Zweigstelle der Apotheke Gottes, der Kräuterheilkunde. Begünstigt durch die Höhenlage und die ausgedehnten Bachtäler hat die besondere klimatische Eigenart eine überaus große Artenvielfalt an Heilkräutern zur Folge. Die Gemeinde bietet besondere Führungen durch 15 thematisch angelegte Kräutergärten an, ebenso wie Kräuterwanderungen, die von fachkundigen Führern geleitet werden.
Interessant ist ein Besuch im “Otterhaus Bayern”. Dort erfährt man alles, was den Fischotter betrifft, eine sehr gefährdete Tierart, die durch intensiven Schutz vorerst gerettet werden konnte.
Ein besonders günstiges Klima für die Erholung kann auch die Gemeinde Ringelai bieten, ein anerkannter Erholungsort im Landkreis Freyung-Grafenau, was ihm den Beinamen “Meran des Bayerischen Waldes” eingebracht hat.
Eine Besonderheit ist das Keltendorf Gabreta, ein archäologischer Erlebnispark, das tiefe und faszinierende Einblicke in das Alltagsleben der Kelten gibt. Das ganze Jahr über gibt es verschiedene Veranstaltungen und Feste, besonders zu den keltischen Feiertagen wie Samhain oder Beltane, die in die mythische Welt der Kelten entführen.
Eine wildromantische Wanderstrecke ist die “Buchberger Leite”, eine Wildbachklamm zwischen Freyung und Ringelai, die ein besonders eindrucksstarkes Naturerlebnis bietet.
Für schwache Gemüter nur bedingt geeignet ist ein Besuch beim “Hexenmuseum”, das anhand originaler Protokolle verschiedener Hexenprozesse die ganze Grausamkeit der Verfolgung im Mittelalter veranschaulicht. Dazu tragen Folterinstrumente und ein exakt nachgebauter Scheiterhaufen nicht wenig bei.
Im niederbayerischen Landkreis Regen, am Fuße des Rachel, liegt die Gemeinde Frauenau, die unter anderem mit Glas berühmt wurde. Sie ist eine Station der “Glasstraße”, einer Ferienstraße, die durch den Oberpfälzer- und den Bayerischen Wald von Neustadt an der Waldnaab bis nach Passau führt.
Das Glasmacherhandwerk hat in diesem Gebiet Tradition, wird auch heute noch lebendig erhalten und von Handwerkern und Künstlern auch öffentlich gezeigt. Das “Glasmuseum Frauenau” ist ein zum Teil gläserner Rundbau, der auf 1.300 qm Ausstellungsfläche durch die faszinierende Welt des Glases führt.
Ein beliebtes Ziel für Touristen ist in Frauenau die katholische Pfarrkirche “Maria Himmelfahrt”. Äußerlich eher schlicht gehalten, wurde die Kirche von 1759 bis 1767 im Rokokostil neu erbaut. Die Innenausstattung besticht vor allem durch den wunderschönen Rokokostuck des Melchior Modler ebenso wie durch die beeindruckenden Fresken von Franz Anton Rauscher. Der barocke Hochaltar ist eine bemerkenswerte Arbeit, ebenso die Seitenältare mit Heiligenfiguren.
Als Besonderheit kann die “Trinkwassertalsperre Frauenau” gelten, sie hat nämlich den größten Staudamm Deutschlands.
Der Bayerische Wald ist bekannt für seinen Schneereichtum und als ultimatives Wintersportgebiet. Gelegenheiten und Anlagen für alle Varianten des weißen Sports gibt es unzählige, so zum Beispiel die Skisprungschanzenanlage mit drei Mattenschanzen der Gemeinde Breitenberg. Hier werden seit 1999 internationale Wettkämpfe ausgetragen.
Der Bayerische Wald hat das ganze Jahr über Saison, und bietet für jeden Urlaubsstil das richtige Ziel.
