Das Allgäu ist eine Landschaft, die sich über den südlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben (Bayerisch-Schwaben), das äußerste südöstliche Baden-Württemberg sowie einige zu Österreich gehörende Grenzgebiete erstreckt. Es ist in der Gegenwart vor allem als Ferienregion und wegen einiger landwirtschaftlicher Produkte bekannt. [Wikipedia]
Das Allgäu - von PresseNet / Ilona Elisabeth SchwartzEines der beliebtesten Ferienziele Deutschlands ist das Allgäu. Bergromantik, klare Gewässer, Kulturdenkmäler, historisch interessante Stätten und zahllose Sehenswürdigkeiten machen die Region aus. Ebenso ist das Allgäu Deutschlands größtes Wintersportzentrum.
Durch das Allgäu führen berühmte Ferienstraßen, wie der westliche Teil der “Deutschen Alpenstraße”, die “Oberschwäbische Barockstraße” oder das südliche Ende der “Romantischen Straße”. Das Allgäu ist so etwas wie ein Multitalent in Sachen Urlaub, denn es hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und ist natürlich auch in punkto Gesundheit ein sehr guter Tipp.
So liegt im Weitnauer Tal des Oberallgäus der anerkannte Luftkurort Weitnau. Über dem Stadtteil Kleinweiler erhebt sich die Höhenburg “Altrauchburg”, eine der besterhaltenen Ruinen des Allgäus. Sie fand ihre Bestimmung als Feste wahrscheinlich im 13. Jahrhundert und ist aus “Nagelfluhquadern” gebaut.
Eine weitere Sehenswürdigkeit des Marktes Weitnau ist die Kirche St. Pelagius, deren Neubau aus den Jahren 1862-72 stammt. Der Hochaltar ist mit Figuren aus der “Multscherschule” versehen, die etwa um das Jahr 1490 entstanden sind. St. Pelagius ist eine Station des “Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweges”, der von Augsburg über München zum Bodensee führt.
Wer gut zu Fuß ist, wird in der Weitnauer Umgebung hervorragende Wanderwege und auch Nordic-Walking-Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden finden; das gilt auch für sehr gute Mountainbike-Strecken. Der Winter ist ebenso attraktiv, was Events betrifft: Snowboarden, Langlaufen, Fackelwanderungen oder Rodelnächte lassen keine Langeweile aufkommen.
Die am höchstgelegene Burgruine Deutschlands liegt bei Pfronten im Ostallgäu, die hochmittelalterliche Burganlage Falkenstein, deren erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1290 stattfand. König Ludwig II. von Bayern hatte 1883 die Ruine erworben, um an dieser Stelle eine Art Raubritterburg errichten zu lassen, was allerdings durch den Tod Ludwigs verhindert wurde. Das Märchenschloss des jungen bayerischen Königs, Neuschwanstein, befindet sich ebenfalls wie Schloss Neuschwangau in der Umgebung von Pfronten.
Der Ort Pfronten selbst ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Berühmt ist z. B. die Pfarrkirche St. Nikolaus mit den wunderschönen Fresken und Altären der Innenausstattung. Sehr sehenswert ist auch das Pfrontener Kristallmuseum, in dem man über 2300 Steine aus aller Welt bewundern kann.
Von Pfronten aus führt eine Seilbahn zum Breitenberg hinauf, der für den Wintersport hervorragend geeignet ist. Aber auch im Sommer werden Bergtouren mit erfahrener Führung angeboten. Wer es “leicht” mag, kann sich sicher für das Drachenfliegen oder das Paragleiten begeistern. Noch höher hinaus kommt man mit dem Ballon. Schulungen in den luftigen Sportarten werden den Urlaubern ebenso angeboten wie Ballonfahrten, die vor dem wunderschönen Panorama ein ganz besonderes Erlebnis sind.
Der Luftkurort Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu ist eine der interessantesten Stationen der Ostroute der “Schwäbischen Barockstraße”, und zwar des “Klosters Ottobeuren” wegen. Das Kloster wurde von einem alemannischen Edelmann gegründet und im Jahre 764 geweiht. In der Zeit der Karolinger wurde die Abtei zum Reichskloster.
Berühmt ist die Basilika St. Alexander und St. Theodor, die in der Zeit von 1737-66 erbaut wurde. Sie verfügt über eine reiche Ausstattung, unter anderem über Deckenfresken, die von den Vettern Johann Jakob und Franz Anton Zeiller geschaffen wurden. Die prächtigen Stuckarbeiten sind besonders bemerkenswert. Noch fast unverändert befinden sich die Orgeln der Basilika, die Heiliggeistorgel und die Dreifaltigkeitsorgel, die beide ein französisches Klangbild aufweisen. Seit 1926 hat das Bauwerk den bestätigten Rang einer päpstlichen Basilika.
Ottobeuren ist auch ein wichtiger Punkt an der “Schwäbischen Bäderstraße”, die auf 240 km Länge zehn Heilbäder und Kurorte miteinander verbindet.
Am Nordufer des Hopfensees im Landkreis Ostallgäu liegt der Luft- und Kneippkurort Hopfen am See. Die Gemeinde fand die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1172. Über dem Ort erhebt sich die Ruine der hochmittelalterlichen Hopfenburg. Die Burg war im 12. Jahrhundert eine Feste der Welfen und wurde später zum Amtssitz des Füssener Probstes.
Der Hopfensee bietet sehr gute Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Er ist eines der wärmsten Gewässer des Allgäus und zum Surfen bestens geeignet. Der Rundwanderweg Hopfensee ist für Wanderfreunde ein besonderer Anziehungspunkt.
Wie überall in der gesamten Region ist der Wintersport ein besonders großer Posten, was den Urlaub betrifft. Eisstockschießen auf dem Hopfensee gehört natürlich dazu. Das Allgäu sollte den Wanderschuh und das Kletterseil im Wappen tragen, denn vom Wandern bis hin zum Klettern ist die Berglandschaft geradezu geschaffen und zieht nicht zuletzt deswegen Tausende von Urlaubern an.
Auf dem Nebelhorn wurde neben den bekannten Wintersport- und Liftanlagen ein Panorama-Rundweg speziell für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen eingerichtet, was als beispielhaft gilt. Der Gipfel ist von Oberstdorf aus mit einer Seilbahn, der Nebelhornbahn, zu erreichen.
