Dieser Artikel soll das umfangreiche Thema besonders für Urlaubsanbieter und Touristiker veranschaulichen.
Wie häufig, mit welcher Priorität und in welcher Darstellung werden Facebook-Inhalte in den Google-Suchergebnissen gelistet? Ein immer häufigeres Thema, besonders seit dem großen “f8″-Event von Facebook im April mit Vorstellung des “Open Graph”, lt. Facebook-Chef Zuckerberg der “stärkste Anstoß zur Veränderung, den wir dem Web je gegeben haben.” Am Ende werde “Social” der Normalzustand sein (“… the default is social“) – und dann kann es nicht anders sein, als dass in Suchergebnis-Seiten auch Facebook-Daten erscheinen. Auf welche Weise, das ist noch nicht absehbar und durch die Kooperation Bing-Facebook “gegen Google” (spiegel.de) wird der ganze Vorgang nochmals differenzierter und spannender.
Bei einer Navigationssuche (d.h. Ziel: Homepage) nach einem Ferienhof in der Oberpfalz fiel mir zunächst einmal angenehm auf, dass die Mobihexer-Seite noch vor der Homepage, nämlich auf Platz 3 kam. Das liegt in diesem Fall daran, dass die gesuchte Website kleberhof.de, was Suchmaschinenoptimierung betrifft, nicht viel vorweist; das kommt ja immer noch oft vor.
Was mir noch mehr auffiel, wenngleich in letzter Zeit immer häufiger beobachtet: das Facebook-Ergebnis an Position 5: “Radeln, wo die Dampfloks fuhren“. Was für eine “Seite” ist das? Es ist, wie die URL “facebook.com/note …” verrät, eine “Notiz”. Notizen gibt es zum persönlichen Facebook-Profil und zu Facebook-Seiten, “Pages oder Fanpages”, die vom Profil relativ losgelöst sein können. In diesem Fall gehört die Facebook-Notiz zur Facebook-Page “Urlaub in Deutschland”.
Und wie kommt die Notiz dort hin? Sie wurde nicht eigens für Facebook geschrieben, sondern es ist ein Blog-Artikel, ein Post aus dem Blog “Deutschlandurlaub”. Dieser Artikel wurde automatisch in die Notizen eingefügt.

Dieses Ergebnis zeigt, dass es sich lohnt, auf unterschiedliche Weisen bei Facebook vertreten zu sein, z.B. mit Seiten und Notizen. Die Möglichkeiten, mit Facebook die Google-Sichtbarkeit zu erhöhen, wird noch stark zunehmen. Wie schon im alten Internet, wo die ersten mit “eigener Homepage” viele Vorteile mitnahmen, so ist es jetzt auch. Eines ist jedoch im modernen Web anders als im alten: die Möglichkeiten sind so vielfältig geworden, dass es für gewerbliche Anbieter, die weder Zeit zum Spielen haben und noch allzu flott Geld an Agenturen verteilen möchten, schwieriger ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wie wichtig ist ein eigener Blog, ist Twitter etc.?
Facebook ist aber von den vielen Trends der eine große, den man mitnehmen muss. Und es lohnt sich, in unserem Fall besonders für Gastgeber und Touristiker in Deutschland, die Möglichkeiten kennenzulernen und einzusetzen.
Ein weiteres Ergebnis, an Pos. 7, ist übrigens ein älterer Post von 2009 aus dem o.a. Weblog “Urlaub in Deutschland”, der zeigt, dass Bloggen über die Möglichkeit, zeitnah besonders sichtbar zu sein (z.B. Google-Blogsuche) hinaus die Google-Sichtbarkeit nachhaltig erhöht, wobei freilich der Rang des betr. Blogs auch eine Rolle spielt.
